Montag, 16. Juni 2014

WM Ideen

Nach einigen Tagen Backpause wollte ich am Wochenende eine Kleinigkeit kreiieren. Und was liegt momentan näher, als etwas WM-technisches...? :)

Brasilianische WM-Cupcakes



Für den Cupcake Teig habe ich mich an einem Kokoskuchen Rezept orientiert. Ich habe 60g gesiebtes Weizenmehl, 60g Speisestärke, 2 TL Backpulver, 125g Puderzucker, 50g Kokosraspel, etwas geriebene Zitronenschale, 2 grosse Eier, 125ml neutrales Öl, 50ml Kokoslikör (mmmhhh! :)))) und 80ml Kokosmilch zu einem Teig vermengt. Anstelle der Dosen-Kokosmilch habe ich die Alpro Variante verwendet. Man kann sie aber auch durch Sojamilch oder normale Milch ersetzen. 
Den Teig habe ich in 12 silberne Muffinformen gefüllt, welche ich zuvor in eine Teflonmuffinform gestellt habe, damit sie mir nicht beim Backen auseinander laufen. Die Förmchen sollten zu maximal 2/3 gefüllt werden, damit die Muffins beim Backen nicht überlaufen und es zu einem grossen Muffin wird. Die Muffins werden dann etwa 25 Minuten bei 160Grad Umluft goldbraun gebacken. Pieksprobe nicht vergessen! :)

Für das Buttercreme-Kokos-Topping habe ich 75g weiche Butter weiss schaumig aufgeschlagen und 125g Puderzucker zugegeben. Die Zucker-Butter Mischung muss dann, damit es schön fluffig ist, nochmal einige Minuten aufgeschlagen werden. Im Zweifel solange, bis der Handmixer in der Hand zu schwer wird! Unter die Buttercreme habe ich dann noch etwa 200g Frischkäse etappenweise gerührt. Abschliessend habe ich die Creme mit einigen Löffeln Batida de Coco Kokoslikör (alkoholfreie Alternative wäre Kokossirup) abgeschmeckt. Dabei sollte man allerdings aufhören, bevor das Topping zu flüssig wird!

Die Creme habe ich in einen Spritzbeutel mit Rosentülle gegeben und spiralförmig auf die abgekühlten (!) Muffins gespritzt. Die Cupcakes habe ich mit essbarem Goldglitter bestäubt und zur fussballtechnischen Vollendung kam noch eine Deutschlandflagge vom Gummibärchenhersteller des Vertrauens obendrauf. 



Mmhhhhh! So kann das Deutschland-Spiel kommen! 

Sonntag, 15. Juni 2014

Tomaten Tarte Tatin

Ein superschnelles interessantes Rezept, dass Suchtpotential hat:

Tomaten Tarte Tatin




Grundlage ist eine ofenfeste Pfanne. Auf den Boden habe ich einen grosszügigen Schuss Olivenöl gegeben. Dann habe ich den Pfannenboden mit einer dünnen Schicht Zucker berieselt. Darauf kommen dann ca. 1cm dick geschnittene Scheiben einer Fleischtomaten ( in Querrichtung, also anders als man denkt - da wird das Muster schöner!) gegeben. Fleischtomaten sind praktischerweise fast immer fast überall erhältlich. Etwas ambinitonierter wird das ganze, wenn man sich an etwas ausgefallenere Sorte, wie grüne Tomaten, traut. Die Tomatenscheiben werden dann bei starker Hitze für ca. 30s scharf angebraten, so dass sie im Optimalfall etwas Farbe bekommen. Wenn es gut gebrutzelt hat, wars in der Regel aber lang genug. Auf die Tomaten kommt etwas getrockneter Thymian, eine zerkleinerte Knoblauchzehe,etwas Salz und etwas Pfeffer. Wenn da, auch gerne noch etwas frischen Thymian.





Für die Tarte halbiert man eine fertige Kühlschrankblätterteigrolle aus dem Supermarkt des Vertrauens. Das Rezept funktioniert sehr gut, fast sogar besser, mit der Light Variante. Die zwei Blätterteighälften etwas auseinanderziehen, schräg übereinanderlegen und kurz etwas ausrollen. Die Blätterteigakkumulation kann dann auf die Tomaten in der Pfanne transferiert werden. Den überstehenden Teig einfach nach innen klappen und einen Rand formen. Den Teig vor dem Backen mit einer Gabel einstechen und die Pfanne für 25 Minuten bei 200 Grad Umluft in den Ofen geben, bis der Blätterteig goldbraun ist. Die Tarte nach dem Backen wenige Minuten ruhen lassen und dann auf ein Holzbrett stürzen. Vor dem Servieren mit frisch gemahlene  Pfeffer, Fleur de Sel, getrocknetem Thymian, Olivenöl und frisch gepressten Zitronensaf servieren.





Dienstag, 13. Mai 2014

ESC I

Zunächst das traditionelle ESC-Rezept, wodurch ich in ersten bewussten Kontakt mit dem Eurovision Song Contest getreten bin:

Nussecken a la Guildo Horn Mama



Als Basis wird ein Mürbeteig aus 130g Butter, 130g Zucker, 300g Mehl, 2 Eier, 1 Pk Vanillezucker und 1 TL Backpulver hergestellt. Der Teigklumpen wird etwas abgeflacht zwischen zwei Backpapierseiten gelegt, eingeschlagen und kommt für etwa 30Min in den Kühlschrank. Danach kann er zwischen den Backpapieren auf Blechgrösse ausgerollt werden. Eventuell muss man ihn etwas zurecht stutzen, sonst werden die Ecken am Ende nämlich nicht eckig.
Auf dem ausgerollten Teig wird 1 mittelgrosse Glas Aprikosenmarmelade gleichmässig verteilt (zB 1 Becher von Zentis - Bestes Preis-Leistungsverhältnis für Backwaren...:)). 
In der Mikrokanne habe ich dann 250g Butter geschmolzen. Dann kommen 100g Zucker, 4 EL Wasser und 2 Pk Vanillezucker dazu und die Mischung wird nochmal erhitzt. Abschliessend werden 200g gehackte Mandeln und 200g gehackte (ich hab auch gern gehobelte!) Nüsse untergerührt. Wer nur ganze Mandeln und Nüsse findet, kann diese auch mit einem Tupperchef zerkleinern.
Die Nussmasse wird auf den aprikotierten Teig gestrichen und für 30 Minuten bei etwa 180 Grad Umluft goldbraun karamellisiert.



Nach dem Abkühlen kann man zB mit einem Pizzaschneider Quadrate schneiden und diese dann zu Ecken halbieren. Wer gerne ein akurates Endergebnis haben möchte muss hier entsprechend akurat Arbeiten! Dummerweise bin ich eher semiakurat. Vielleicht liegts auch daran, dass ich vorzugsweise abends um 23 Uhr backe und plötzlich herausfinde, dass ich doch lieber ins Bett möchte, als meinen wannabe-Nussecken beim abkühlen zuzugucken und sie auszumessen...



Für die Schokofreaks können die Nuss"formen" dann noch in Kuchenglasur getunkt und nach Belieben verziert werden. 







Sonntag, 11. Mai 2014

Rharbarbersirup

Es ist Rharbarberzeit und inspiriert durch eine Rharbarber-Bowle, die beim Perfekten Dinner als Aperitif genossen wurde, versuche ich mich dieses Jahr mal an Rharbarbersirup!


Rharbarbersirup




Zunächst habe ich 1,5kg in Stücke geschnittenen ungeschälten (!, ganz wichtig, damit die Farbe erhalten bleibt), 1 Handvoll TK-Himbeeren und 1kg Zucker in einer großen Schüssel miteinander vermischt. Die Himbeeren unterstreichen den Rharbarbergeschmack sehr gut und sorgen außerdem für eine bessere Farbe. Das ganze lässt man eine Nacht lang ruhen, dann entwickelt sich schon ein erster Rharbarbermässiger sirupartiger Saft. Am Nächsten morgen habe ich den Schüsselinhalt in einen großen Topf umgefüllt, wo das Obst und die Flüssigkeit bei mittlerer Hitze (im Zweifel ruhig mal zu Beginn mit höherer Hitze Energie reinpumpen) etwa 30 Minuten zu einem vollständig zerfallenem Mus zerkocht wird. Nach dem Umfüllen habe ich noch 550ml Wasser und den Saft einer Zitrone zugegeben.





Das Mus kann dann durch ein feines Haarsieb gegeben werden, so dass nur noch der fruchtlose Sirup übrigbleibt. Eine Suppenkelle hilft dabei möglichst viel möglichst schnell durch das Sieb zu bekommen. Der Sirup kann auch noch ein zweites Mal durch das Sieb gegeben werden. Anschließend wird der fruchtlose Sirup noch einmal aufgekocht und kann dann in sterilisierte und mit heißem Wasser ausgespülte Flaschen gegegeben werden.

Schmeckt gut alkoholfrei mit Wasser, mit Sekt, mit Sekt und etwas Aperol oder als Grundlage für eine Bowle ( zB mit gefrorenen Himbeeren als Einlage...).

Sonntag, 27. April 2014

My favourite cheesecake

Heute habe ich mich daran versucht ein mir in die Hände geflogenes Rezept für einen New-York Cheesecake in die Richtung meines Lieblingskäsekuchens vom Kuchendealer meines Vertrauens aus Kopenhagen nachzubacken:

Beeren-Käsekuchen



Das besondere an "meinem" Käsekuchen war der Boden. Ich habe schon länger darüber gegrübelt, wie ich den mal nachbilden kann. Mit folgenden Zutaten, die man eindeutig immer zur Hand hat, habe ich es heute in kreativer Arbeit sogar fast geschafft:

1 Handvoll Annikas Spezialvanillekipferl (von Weihnachten)
1 Handvoll Spritzgebäck (auch von Weihnachten)
1 Haselnussmakrone (von Weihnachten, aber vermutlich lässt es sich auch ohne diese eine Makrone herstellen...)
1 Handvoll Pfeffernüsse (halb die selbstgebackenem nach gutem dänischen Rezept, halb die aus Holland importierten zum Nikolaustag - man kann auch ein Gewürzspekulatius nehmen, schließlich bekommt man die ja auch das ganze Jahr?!)
1 Handvoll ganze Haselnüsse
1 kleine Handvoll kernige Haferflocken
1 guten Teelöffel Zimt

Alles in allem sollte man am Ende auf etwa 400g Brösel kommen. Ursprünglich werden einfach nur Butterkekse verwendet, wer aber soviele hochwertige Weihnachtsplätzchen extra bis nach Ostern gehortet hat nur, um sie endlich einem Kuchen zu opfern, darf diese Gelegenheit gerne wahrnehmen. Es ist sozusagen die Geheimzutat. Für die kernigere Variante kann man sicherlich auf Vollkorn-Butterkekse, Haferkekse, Dinkelkekse oder, was es sonst noch so im Keksregel zu finden gibt, zurückgreifen.
Jedenfalls habe ich alle Kekse mit dem Extra-Chef zu Bröseln verarbeitet. Dazu kommen 160g Butter, die in der Mikrokann (in der Mikrowelle) geschmolzen wurden. Die Masse habe ich in die Ikea-Backform meines Vertrauens mit einem Durchmesser von etwa 26cm gefüllt, nach dem ich deren Boden mit Backpapier ausgelegt habe. Die Bröselmasse am Boden gleichmässig festdrücken und so gut es geht einen Rand hochziehen und ebenfalls andrücken.

Der Boden wird bei 150°C Umluft etwa 5 Minuten vorgebacken.

In der Zwischenzeit 400g Frischkäse, 500g Magerquark, 3 Eier, 160g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker, sowie einige Spritzer Zitronenaroma (oder abgeriebene Zitronenschale oder Zitronensaft...) mit dem Handmixer vermengen. Die Creme auf den vorgebackenen Boden verteilen und für etwa 40 Minuten weiter backen.



Nachdem der Kuchen abgekühlt ist kann die Oberfläche mit gemischten Beeren der Saison beschichtet werden. Darüber kommt der wichtige "Glibbelwabbel". Dazu habe ich ein Päckchen Tortenguss mit Wasser, 1 Päckchen Vanillezucker und etwas Zucker in der Mikrokanne aufgekocht und etwa die Hälfte davon mit einem Löffel fein über den Kuchen verteilt. Wer lieber alle Beeren bedeckt hat, der soll es so handhaben - dann halten sie sich außerdem länger. Ich bevorzuge nur einen Hauch Glibbelwabbel.
Als nicht notwendige Deko habe ich ein paar Mandelsplitter mit etwas Puderzucker in der Pfanne goldbraun geröstet und sparsam drüber verteilt.

Tadaaaa!!! Wuhuuuu!!!!

Sonntag, 30. März 2014

Eis Café Frappé

McAnnikas Variante des Kaffee-Eisgetränks, um sich den Weg zum Kaffeezubereiter seines Vertrauens zu sparen.

Annikas Eiskaffee



Zwei Röhrchen Instant Kaffeepulver in eine  mittelgrosse Kaffeetasse geben und zur Hälfte mit heissem Wasser auffüllen und einen Löffel Zucker zugeben. Wer es nicht so stark möchte darf auch nur ein Röhrchen verwenden oder etwa 150ml "echten" starken Kaffee...oder einfach direkt Espresso? Jedenfalls habe ich die Tasse Kaffe mit der gleichen Menge (etwa 150ml) (Soja-)Milch aufgefüllt. Die Kaffeemilchmischung kommt dann zusammen mit etwa 5 Eiswürfeln in einen Standmixer mit Eiscrushfunktion und wird "durchgecrusht". Dazu kommen dann noch zwei gute Esslöffel Vanilleeis und  alles wird zusammen gut durchgemixt. Wer mag kann jetzt oder etwas später noch Sirup (Karamell, Schoko, Vanille...) zugeben. In Einem Glas mit Eiswürfeln servieren. Mit Kakao bestäuben und nach Belieben noch Vanilleeis und/oder Sirup zugeben. 

Donnerstag, 20. März 2014

Schwedischer Mandelkuchen

Nachdem mich die Almondy Torte im Kühlregal des Supermarktes angelacht hatte, und ich wusste, dass darüber diverse Rezepte im Internet kursieren, stand eine schwedische Mandeltorte selbst zu backen auf der to do. Da das Ergebnis einer meiner bestschmeckensten Kuchen (zumindest trifft es vollkommen meinen Geschmack...) und dazu noch sehr simpel ist, hier das Rezept nach Meister Oetker:

Schwedischer Mandelkuchen




Für den Boden werden 3 Eiweiss steifgeschlagen, dazu kommen dann nach und nach 150g Zucker und am Ende werden 100g gemahlene Mandeln untergehoben. Die Masse kommt in eine (26) Ikea Backform, deren Boden mit Backpapier ausgelegt und deren Rand gefettet und mit Mandeln ausgestreut wurde. Der Boden wird für 30Minuten bei 160 Grad Umluft gebacken. Anschliessend muss der Boden auskühlen.

Für die Creme wird ein gestrichener EL Speisestärke nach und nach mit 200ml Sahne mit einem Schneebesen in einem kleinen Topf vermengt. Dazu kommen dann 3 Eigelb, 1 Pk Vanillezucker, 75g Zucker und 50g Butter. Die Masse wird vorsichtig unter Rühren kurz aufgekocht, so dass eine Puddingartige Creme entsteht. Falls sich die Creme im Laufe des Kochprozesses oder später bekm Abkühlen separiert, hat es mir geholfen die Creme bei voller Power mit meinem Handmixer wieder zu homogenisieren. Am besten nochmal gut durchrühren, bevor die erkaltete Creme auf den erkalteten Boden verteilt wird. Darauf werden einfach etwa 50g geröstete Mandelblättchen verteilt. Eventuell mit etwas Puderzucker bestreuen. Kann man super auch einen Tag vorher zubereiten. Perfekter einfacher und doch ambitionierter Kuchen.